Mein Ehepartner und ich leben getrennt, sind aber nicht geschieden. Werde ich trotzdem aufgrund des Testaments des Ehegatten erben?

Gegenwärtig hat ein getrennt lebender Ehegatte noch Anspruch auf ein Testament oder eine Erbschaft, es sei denn, die Ehe wurde durch Scheidung beendet.

Dieser Anspruch wird sich jedoch irgendwann nach dem 1. Januar 2022 ändern, wenn Gesetzentwurf 245 in Kraft tritt.

Mit dem Gesetzentwurf 245 wird das Gesetz zur Reform des Erbrechts dahingehend geändert, dass der Anspruch eines Ehegatten aufgehoben wird, wenn die Ehegatten aufgrund der Zerrüttung ihrer Ehe getrennt leben.

Als Umstände, die eine Trennung begründen, gelten u. a. das Getrenntleben der Ehegatten in den letzten drei Jahren vor dem Todesfall, der Abschluss einer gültigen Trennungsvereinbarung oder der Erlass eines Schiedsspruchs eines Familiengerichts zur Regelung ihrer Angelegenheiten.

Welche Auswirkungen hat eine Scheidung auf ein Testament?

Wenn Sie kürzlich geschieden wurden, erbt Ihr früherer Ehepartner nicht mehr nach Ihrem Testament. Das Testament bleibt zwar gültig, aber die Schenkungen an Ihren Ex-Ehepartner werden widerrufen. Das Testament ist so zu lesen, als ob Ihr früherer Ehegatte vor Ihnen verstorben wäre.

Können wir die Testamentsvollstreckung für das Testament meines Vaters vermeiden?

Je nach den Vermögenswerten Ihres Vaters ist es möglich, seinen Nachlass so zu gestalten, dass er nicht testamentarisch geregelt werden muss. König Erbrecht Mannheim kann Ihnen dabei helfen.

Vermögenswerte, die in Gütergemeinschaft gehalten werden, gehen durch das Recht des Überlebenden auf eine andere Person über und werden daher nicht testamentarisch geregelt.

Wenn Ihr Vater also sein Vermögen, z. B. sein Haus und seine Bankkonten, gemeinsam mit seiner Ehefrau, einem seiner Kinder oder einer anderen Person verwaltet, gehen diese Vermögenswerte bei seinem Tod automatisch auf diese Person über und müssen nicht durch ein Nachlassgericht bestätigt werden.

Bitte beachten Sie, dass die gemeinsame Nutzung etwas anderes ist als das Halten von Eigentum als gemeinsamer Mieter.

Wenn Sie einen prozentualen Anteil an einer Immobilie als Mitmieter halten, geht die Immobilie bei Ihrem Tod nicht automatisch auf den anderen Eigentümer über.

Stattdessen fällt der Anteil des Verstorbenen an den Nachlass und wird gemäß dem Testament oder den Erbschaftsregeln ausgezahlt.

Dies ist ein sehr wichtiger Unterschied, den Sie beachten sollten, wenn Sie sich für eine bestimmte Form des Eigentums entscheiden.

Fragen Sie einen Anwalt zum Thema Erbschaft

Das gemeinsame Halten von Vermögenswerten birgt das Risiko, dass die andere Person zum vollen Miteigentümer des Vermögens wird. Dadurch wäre das Vermögen Ihres Vaters anfällig für absichtlichen und unabsichtlichen Missbrauch durch den Miteigentümer, z. B:

– Wenn Ihr Vater das Vermögen verkaufen oder refinanzieren wollte, bräuchte er die Zustimmung des Miteigentümers, d. h. wenn der Miteigentümer mit der Entscheidung Ihres Vaters nicht einverstanden wäre, könnte er sie blockieren;

– Wenn der Miteigentümer Steuern schuldet, in Konkurs geht, Schulden hat oder verklagt wird, können seine Gläubiger auf das Vermögen Ihres Vaters zugreifen, um die Schulden des Miteigentümers zu begleichen;
der Miteigentümer nicht der Ehepartner Ihres Vaters ist und sie sich scheiden lassen, wird das Vermögen Ihres Vaters Teil des aufzuteilenden ehelichen Vermögens;

– und Beim Tod Ihres Vaters gehen die Vermögenswerte nicht über das Testament, sondern direkt auf den Miteigentümer über; das bedeutet, dass kein anderer Begünstigter in den Genuss dieser Vermögenswerte kommen wird.

– Wenn Sie die Miteigentümerschaft nutzen möchten, um ein Testament zu vermeiden, sollten Sie sich rechtlich beraten lassen.

Wie kann ich sicherstellen, dass ich mein Erbe erhalte?

Wenn Sie im Testament des Verstorbenen als Begünstigter benannt sind, müssen Sie Ihre Identität gegenüber dem Nachlassverwalter entweder mit einem gültigen Ausweis oder einer eidesstattlichen Erklärung nachweisen, um Ihr Erbe zu erhalten.

Wenn einer Ihrer Verwandten in Ontario verstorben ist, müssen Sie unter Umständen Ihre Verwandtschaft mit dem Verstorbenen nachweisen, indem Sie dem Nachlassverwalter relevante Dokumente wie eine Geburts- oder Heiratsurkunde oder eine eidesstattliche Erklärung vorlegen, um Ihr Erbe zu erhalten.

Hat ein Ehemann Anspruch auf das Erbe seiner Frau?

Nein, solange die Ehefrau das Erbe getrennt hält, d. h. es nicht in ein gemeinsames Vermögen wie das Familienheim oder ein gemeinsames Bankkonto einzahlt, bleibt es ihr allein vorbehalten.

Außerdem sind Erbschaften, die während der Ehe empfangen wurden, ausdrücklich von der Aufteilung des Vermögens bei der Scheidung ausgeschlossen.

Was kann ich tun, wenn ich weitere Fragen habe?

Sie können sich gerne an König Kollegen wenden, um Hilfe zu erhalten. Ein Mitglied unseres Teams berät Sie gerne.

Im Folgenden finden Sie ein allgemeines Video zum Thema Erbschaft.